Erfahrungsbericht ASUS Notebook-Garantie

Seit Juni 2007 bin ich stolzer Besitzer eines ASUS A8Js, eigentlich ein tolles Notebook mit hochauflösendem 14″-Display und guter Leistung. Bei diesen Daten habe ich beim Kauf nicht so auf den Service und die Garantie von ASUS geachtet. Anfang April ist dann ein Displayscharnier angebrochen, und ich musste mein Book unweigerlich einschicken, zum Glück innerhalb der Garantiezeit. Schon länger hatte ich das Problem, dass das Notebook nicht immer richtig hochfahren wollte. Nachdem ich mich in einschlägigen Foren und beim c’t-Notebook-Test (Platz 10 von 10) informiert habe, wurde mir klar auf was für ein Risiko ich mich bei der ASUS-RMA-Abwicklung einlassen muss.

Chronologie der Ereignisse

  • 14.04.: Das Displayscharnier ging kaputt, die darauffolgenden Tage habe ich meine persönlichen Daten auf eine externe Festplatte kopiert und vom Notebook gelöscht.
  • 26.04.: Ich habe online den RMA-Antrag gestellt.
  • 28.04.: Ich bekam eine Mail mit dem RMA-Lieferschein und Anweisungen zum weiteren Vorgehen. Ich habe dann gleich bei der Hotline angerufen, um zu fragen, ob Netzteil oder Akku auch mit eingeschickt werden muss. Antwort: Nicht einschicken, wenn der Fehler nicht daran liegt. Am gleichen Nachmittag kam der Fahrer von DHL und hat das Notebook abgeholt. Repariert wird es im Repair Center Bitronic in Sömmerda (Thüringen).
  • 15.05.: Ich habe die Hotline angerufen, um zu fragen, warum die Reparatur so lange dauert. Man sagt mir, dass ein Erstzteil (höchstwahrscheinlich das Mainboard) noch nicht eingetroffen ist.
  • 18.05.: Im Internet steht beim Status “Repair Finished”.
  • 20.05.: DHL hat das Paket bei einem Nachbarn abgegeben, abends hatte ich mein Notebook zurück.

Ergebnis der Reparatur

Mein Notebook kam in der Originalverpackung zurück, alles sicher mit Klebeband zugeklebt. Das Book selber war auch nochmal in Folien eingewickelt. Oben auf dem Displaydeckel war als Schutz eine Plastikfolie aufgeklebt, diese Folie hatte zwar ein paar Kratzer, aber das Notebook selber hat nichts abbekommen. Das alles fande ich ja schon mal gut. Auf dem beigelegten Lieferschein stand der Reparaturbericht:

TOP Cover, LCD Cover und Bezel,
Mainboard und Speicher gewechselt,
HDD/RAM Test erfolgreich durchgeführt,
3D Test erfolgreich durchgeführt,
Notebooktest erfolgreich abgeschlossen.

Man hat mir also die komplette Plastikschale gewechselt und zusätzlich das Mainboard und den Arbeitsspeicher gewechselt. Das ist an sich toll, denn das Scharnier war wieder heil und auch der Schließmechanismus wirkt stabiler als vorher. Das erste Hochfahren klappte auch problemlos, Windows startete wie immer, meine noch vorhandenen Daten waren alle unverändert und auch die Hardwarespezifikationen waren die gleichen wie vorher. Allerdings könnte sich das Repair Center den kostspieligen Ersatz vielleicht sparen, wenn sie besser Testen würden. Denn ich hatte jetzt schon zweimal kleine Grafikfehler, der Bildschirm wurde kurz schwarz und einige Pixel waren wild über das Display verstreut. Dieser Fehler tauchte erst jetzt nach der Reparatur zum ersten Mal auf, ich werde das beobachten. Im besten Fall tritt der nicht wieder auf oder ich muss nur den Grafiktreiber aktualisieren. Oder aber wieder für einen Monat einschicken.

Fazit

Der administrative Service von Seiten ASUS war ganz gut. Das Notebook wurde schnell und ohne Komplikationen abgeholt, die Hotline konnte mir Auskünfte geben, wenn auch nur in schlechtem Deutsch. Allerdings finde ich drei Wochen Dauer nicht gerade wenig, wo heutzutage der Durchschnitt laut c’t bei unter zwei Wochen liegt. Dass viele Teile einfach gewechselt wurden finde ich gut, auch wenn das nicht immer sinnvoll ist. Nur dass ich ein Notebook mit einem neuen Fehler zurückbekomme, kann ich nicht verstehen. So etwas dürfte es doch nicht geben… ?

<UPDATE 19.06.2008>Der Grafikfehler tritt nur noch dann sehr selten auf, wenn die Grafik voll beansprucht wird. Damit kann ich erstmal leben.</UPDATE>

Als die Reparatur von ASUS noch in den Niederlanden erledigt wurde, gab es sehr viele schlechte Erfahrungen (damals wurden teilweise nicht mal die Fehler bei der zweiten Reparatur behoben). Das scheint sich nun mit dem Wechsel nach Deutschland zu bessern. Aber am Service kann ASUS noch einiges verbessern. Das nächste Mal überlege ich es mir ganz gut, ob ich ein Gerät von ASUS kaufe oder lieber hundert Euro mehr für einen besseren Service ausgebe, wie ihn zum Beispiel Dell oder Lenovo bieten.

<UPDATE 07.07.2008>Seit kurzem wird mein Notebook unter Volllast schnell heiß, außerdem geht es, egal was ich mache, nach etwa 30 Minuten einfach aus. Ich werde es wieder einschicken müssen und mein nächstes Notebook wird gerantiert kein ASUS.

Mit welcher Überraschung die Reparatur beim zweiten Mal veraufen ist, ist hier bei Volkersfreunde.de nachzulesen.</UPDATE>

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6 Kommentare

  1. deadfalkon sagt:

    Ich werde dann wohl auch berichten müssen wenn ich mein MSI wegschicke. Beim letzen mal hat es über 4 Wochen bei greycomputer.de gedauert, ich hatte aber auch ein Ersatznotebook (leider nur Celeron aber besser als nichts)

  2. Simi sagt:

    Mein HP-Notebook ist gestern auch wieder zurückgekommen – mit ausgetauschtem Mainboard und Bios Upgrade. Jetzt läuft es wieder wunderbar.
    Chronologie:
    – Stellen der Reperaturanfrage: 9.Mai
    – Abholen des Books von UPS: 15.Mai
    – Reperatur (in Polen) erfolgreich abgeschlossen: 20.Mai
    – Notebook wieder in meinen Händen: 21.Mai

    In meinen Augen: TOP-Service, zumal man über ein Web-Interface sämtliche aktuellen Statusberichte (auch die internen Vorgänge bei HP) mitverfolgen konnte.

  3. deadfalkon sagt:

    Dann scheint dein plan ja aufgegangen zu sein 🙂
    Nun hoffe ich umso mehr, dass mein Notenbuch auch so schnell repariert wird.

  4. kawasa sagt:

    Am 2.04.2008 wurde mein Asus W2j wegen eines Fehlers abgeholt.Nach vielen Anfragen per Mail wurde mir am 15.06.2008 mitgeteilt,das mein Notebook irreparabel sei,und bereits entsorgt sei,aber eine Gutschrift vom Einkaufspreis von 60% beim Distriputer erhalten soll.Und das alles ohne meine Einverständis,auch wurde ich nie gefragt,ob ich einverstanden bin.Gekauft über eine Softwarefirma über das Internet,und der Händler weiss von nichts.Asus sagt,darum soll ich mich kümmern,nur bei wem???Wie kann ich Asus dazu bewegen mit mir über mein privates Eigentum zu verhandeln.Dioe Garantie lief am 1.08.2008 aus.

  5. Frido sagt:

    Die 60% stehen dir zu, da das ja noch in der Garantiezeit war. Ruf am besten nochmal bei ASUS an (besser als E-Mails) und bestehe darauf, dass du im im Recht bist und die sich sofort kümmern sollen. Ansonsten sind in diesem Beschwerde-Forum eine Menge Informationen und Erfahrungen: http://www.asusforum.encke.net/module-pnForum-viewtopic-topic-2580-start-0.html

  6. […] ich auf Volkersfreunde.de schon mal über die ASUS-Garantie berichtet habe, kommt nun mit etwas Verspätung der zweite […]